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Dez 2011 Bergedorfer Zeitung

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Rund ums Wohnzimmer Gottes


Malerischer kann die Kulisse für einen mittelalterlichen Markt kaum sein. Das bunte Zeltdorf auf der Schlosswiese fügt sich wie selbstverständlich in die Umgebung ein. Das Marktareal am Rande des Parks wird gesäumt vom Wasser der aufgestauten Bille, und im Hintergrund steht imposant das von einem Burggraben umgebene Bergedorfer Schloss, ein Zeugnis der Backsteingotik. Dazu sorgen mittelalterliche Musik, Theateraufführungen und die Verkleidungen der Aussteller für eine stimmige Atmosphäre. „Das Ambiente passt“, sagt Wolf-Rüdiger Klug kurz und trocken. Der zünftig gekleidete Boizenburger betreibt eine kleine Schmiede. Er fertigt Feuerkörbe, Kleiderhake und allerlei andere nützliche Dinge. Nebenbei bietet er Nachwuchsrittern an, ihr Geschick bei der „Erstürmung der Burg Wolkenstein“ zu erproben. Wer drei Thaler zahlt, hat zehn Schuss mit Katapulten auf die Plastikritter, die von den Zinnen herab ihre Spielzeugburg verteidigen.

Den Organisatoren des diesjährigen Weihnachtsmarktes ist ein besonderes Kunststück gelungen: Sie haben mehrere Bereiche der historischen Innenstadt unterschiedlich gestaltet und so ein besonders abwechslungsreiches Weihnachtserlebnis ermöglicht. Auf der Alten Holstenstraße, die vom Serrahn, dem Bergedorfer Stadthafen, bis zum Johann-Adolf-Hasse-Platz führt, reihen sich Weihnachtsbäckereien, Stände mit Glühwein, Grillwurst, Geschenken und Spezialitäten. Ein bunt blinkendes Kinderkarussell steht unmittelbar vor der Kirche St. Petri und Pauli. Wer sich die Zeit nimmt, einen Blick in den reich verzierten Kirchenraum zu werfen, der wird verstehen, warum die Bergedorfer St. Petri und Pauli gern als „Wohnzimmer Gottes“ bezeichnen.

Drei Erlebnisräume sorgen für Vielfalt

Die verwinkelte Fußgängerzone des Sachsentors hinter dem Hasse-Platz wird von Lichterketten mit weihnachtlichen Motiven stimmungsvoll dekoriert und schafft so einen weiteren Erlebnisraum, den die anliegenden Geschäfte mit ihren Schaufensterdekorationen noch bereichern – so wie beispielsweise die Weihnachtsbackstube der Konditorei Erdmann mit Hexenhaus und Peters-Dom in der Auslage.

Den stärksten Akzent aber setzt der abseits des Trubels gelegene mittelalterliche Markt im Schlosspark. Auch hier gibt es Glühwein und Punsch, Weihnachtsgebäck und Grillfleisch, doch alles bekommt durch Dekoration, durch historisierende Namensgebung und die Verkleidung der Marketender ein mittelalterliches Flair. Außerdem sind hier besondere Geschenke zu finden wie Produkte aus Fell oder hölzerne Schwerter und Schilde. Für Unterhaltung sorgen das Mitmachtheater, Stelzenläufer und der Kampf der Ritter mit dem Feuer speienden Drachen Fangdorn (freitags bis sonntags). Musikalische Akzente setzen am 4. Und am 18. Dezember ein Carillon mit 36 Glocken und am 11. Und 18. Dezember ein Gospelchor.

Bergedorf-Besucher, die noch etwas mehr sehen wollen, können die Gelegenheit nutzen und am Wochenende die etwa drei Kilometer entfernte, Richtung Villenviertel gelegene Bergedorfer Sternwarte und deren Café „Raum und Zeit“ besuchen – sehr empfehlenswert (Auf dem Gojenberge, August-Bebel-Straße 196, Buslinien 135 und 335, sonnabends + sonntags 10-18 Uhr).

 
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