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15.10.2011 Bergedorfer Zeitung

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Gaukler, Glühwein und Glockenklang

 

NEUER WEIHNACHTSMARKT 38 Händler sind dabei – Die Schlosswiese wird mit Holzplatten abgedeckt

Bergedorf. Das Konzept steht längst, jetzt haben auch die meisten Händler zugesagt, die den neuen Bergedorfer Weihnachtsmarkt mit Leben füllen wollen. Premiere für Veranstalter Andreas Matuschak aus Büchen, der verspricht, dass in fünf Wochen festliche Atmosphäre in der Innenstadt herrschen wird. Seine Firma „Am Wind“ hat sogar ein separates Unternehmen allein für die Dekoration beauftragt: „Es wird viele Bäume von der Forstverwaltung Wotersen geben und einheitlichen Tannenschmuck mit Lichterglanz“, sagt der 48-Jährige, der am 21. November eröffnet: Vier Wochen lang können die Bergedorfer dann täglich von 11 bis 22 Uhr den Weihnachtsmarkt besuchen. Zwischen Serrahnbrücke und Kirche soll es hölzerne Giebelhütten mit Schindeldächern geben. Hier werden Mützen und Trockenfrüchte verkauft, Handschuhe und Weihnachts-Deko, aber auch zwei Kinderkarussells warten auf ihre Kunden. Etwas Kunsthandwerk, der Weihnachtsbaumverkauf, aber vor allem Delikatessen sollen auf dem Kirchplatz angeboten werden. Dazu zählen eine Käsehütte und ein Crêpes-Verkauf ebenso wie Rauchwurst, Antipasti, Honig, Liköre und Schmalzkuchen. „Außerdem wird es ein neun mal drei Meter großes Haus des Weihnachtsmanns geben, in dem Kinder von ihren Wünschen berichten und Briefe abgeben können“, sagt Matuschak, der sich selbst wie ein kleiner Junge auf den Markt freut: „Man muss Herzblut dafür haben, aber auch Lampenfieber.“

Völlig neu ist der mittelalterliche Markt auf der Schlosswiese, wo Kinder vieles selbst machen dürfen, etwa Kerzen ziehen, Amulette und Zinnfiguren gießen oder mit der Ritterburg eines Schmiedes spielen. Zudem wird es ein Mitmach-Theater auf der kleinen Bühne geben. Edelsteine und Filzhüte, Lederlaternen und Tees und Holzspielzeug gibt es zu kaufen, außerdem präsentiert ein Gerber Felle von Fuchs, Elch und Waschbär.

Fackeln und drei runde Heizöfen werden unter großen Spannsegeln stehen, die vor Nieselregen und Schnee schützen. Auch sollen sich die Besucher keine matschigen Füße holen: „Wir werden die Wiese mit einem 1900 Quadratmeter großen Schwerlastboden aus Holz bedecken. Und nach der Marktzeit muss ich hier auch noch Rollrasen verlegen lassen“, stöhnt Matuschak über die Auflagen des Bezirks – und ahnt: „Ich werde hier zwei Jahre lang Geld verbrennen, aber dann hoffentlich enormen Zulauf haben.“

Dafür soll auch der „Bergedorfer Glühwein“ sorgen, den eine Firma aus dem Havelland liefert: Alle sechs Glühweinstände werden ihn in Steinzeug-Bechern verkaufen und drei Euro Pfand nehmen: Wer mag, nimmt den Becher, auf dem das Schloss oder St. Petri und Pauli aufgedruckt sind, mit nach Hause. „Wir haben 5000 Stück bestellt, 2012 kommt ein drittes Motiv dazu“, sagt der Veranstalter.

„Herr Matuschak hat es super geschafft, viele unserer alten Händler zu gewinnen“, freut sich auch Matthias Brötzmann, der für das Bezirksamt kleinere Weihnachtsmarkt-Stände organisiert. So sollen auf dem Bergedorfer Markt Glühwein, Wurst und Obst verkauft werden, gibt es ein Karussell und einen Brandmaler, der Holz verziert. „Nicht zuletzt wird hier natürlich auch der große Bergedorfer Weihnachtsbaum stehen“, sagt Brötzmann, der zugleich mehrere gastronomische Stände neben „Marktkauf“ in Lohbrügge aufstellen lässt.

Von Anne K. Strickstrock

 
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